Archiv für den Autor: smg

Rechtliche Fallstricke bei der Mitarbeitersuche

Bei der Personalsuche sind bestimmte gesetzliche Vorgaben zu beachten und einzuhalten, andernfalls kann schnell Ärger drohen und Kosten entstehen.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Mitarbeiter-Gruppe

Zunächst sind bei der Stellenausschreibung die Vorgaben des AGG einzuhalten. Es gilt der Grundsatz, dass keine Bevölkerungsgruppe bei der Ausschreibung einer Stelle benachteiligt werden darf. Dem Arbeitgeber ist jegliche Benachteiligung von Stellenbewerber aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verboten.

Verstößt eine Stellenanzeige gegen das im AGG formulierte Benachteiligungsverbot, können alle nicht berücksichtigten Bewerber Schadensersatz geltend machen. Aus diesem Grund ist eine benachteiligungsfreie und insbesondere geschlechtsneutrale Sprache im Text der Stellenausschreibung von besonderer Wichtigkeit.

Als geschlechtsneutrale Ausschreibung gelten solche Stellenangebote, die sich in ihrer gesamten Ausdrucksweise gleichermaßen an Frauen und an Männer richten. Daher sind entweder geschlechtsneutrale Oberbegriffe zu wählen („Bürokraft“) oder beide Geschlechter anzusprechen, z.B. mit dem Zusatz (m/w) oder es wird die maskuline Form gewählt und die feminine Form hinzugesetzt (gesucht wird Raumpfleger[in] oder RaumpflegerIn). Eine geschlechtsneutrale Überschrift der Stellenanzeige allein ist nicht ausreichend.

Eine Ausnahme von der geschlechtsneutralen Ausschreibung gilt, wenn ein bestimmtes Geschlecht unverzichtbare Voraussetzung für die auszuübende Tätigkeit ist (z.B. Theater sucht einen älteren männlichen Schauspieler für die Rollenbesetzung „älterer Mann“). Beispiele für benachteiligende Stellenausschreibungen: „deutscher Verkäufer“ „Außendienst-Verkäufer“, ein(e) „VerkäuferIn bis 35 Jahre“, „RentnerIn“ oder „junge(r) Verkäufer/Verkäuferin“.

Vorsicht ist auch bei Stellenausschreibungen geboten, welche die in § 1 AGG aufgeführten Merkmale nicht ausdrücklich bezeichnen, sondern nur umschreiben und so deutliche Hinweise auf die erwünschten Bewerber zulassen („für unser junges, dynamisches Team suchen wir“). Wird ein(e) „Berufsanfänger/in“ oder „Hochschulabsolvent/in“ gesucht, muss aus der Stellenanzeige deutlich werden, dass damit auch ältere Arbeitnehmer gemeint sind, die bereit sind, sich in einen neuen Beruf einzuarbeiten. Bei der Forderung nach „guten Deutschkenntnissen in Wort und Schrift“ kommt es darauf an, ob diese Kenntnisse für die auszuübende Tätigkeit von Bedeutung sind („deutsche(r) MuttersprachlerIn“ aber unzulässig). Es sollte auch nicht ausdrücklich ein Lichtbild in der Stellenausschreibung angefordert werden, da nach der Rechtsprechung das Aussehen des Bewerbers eigentlich nie relevant ist (Ausnahme: Models).

Nicht nur in der Stellenausschreibung, auch im Bewerbungsgespräch, sind Fragen zu in § 1 AGG aufgeführten Merkmalen unzulässig. Der Bewerber darf diese unzulässigen Fragen wahrheitswidrig beantworten.

Liegt eine Benachteiligung vor, können im Bewerbungsprozess abgelehnte Kandidaten innerhalb von zwei Monaten nach Eingang der Absage Entschädigungs- und/oder Schadensersatzansprüche von bis zu drei Monatsgehältern bei allgemeiner Benachteiligung (d.h. auch wenn sie für die Stelle nicht geeignet gewesen wären) oder ohne Höchstgrenze bei spezieller Benachteiligung (also bei geeigneten Kandidaten) geltend machen.

Einen Anspruch auf Einstellung können abgelehnte Bewerber dagegen nicht durchsetzen. Für eine Klage muss der nicht berücksichtigte Bewerber zunächst ein Indiz für eine Benachteiligung nachweisen, so z.B. eine benachteiligend formulierte Stellenausschreibung. Aufgrund einer nach dem AGG geltenden Beweislastumkehr muss allerdings der Arbeitgeber vor Gericht den Nachweis erbringen, dass tatsächlich keine Benachteiligung nach dem AGG vorliegt. Daher sollte auch das Bewerbungsgespräch zu Beweiszwecken dokumentiert werden.

Es ist darauf hinzuweisen, dass es in der Vergangenheit Fälle gegeben hat, wo „Kandidaten“ offensichtlich nach benachteiligenden Stellenausschreibungen gesucht haben und sich wahrscheinlich nur wegen der Geltendmachung eines möglichen Schadensersatzanspruches beworben haben.

Die Absage einer Bewerbung sollte unter Haftungsgesichtspunkten kurz und neutral gehalten werden. Es kann im Allgemeinen auch ganz auf die Angabe von Gründen verzichtet werden (Ausnahme: behinderter Bewerber).

Initiativbewerbungen

Die Initiativbewerbung ist eine spontane Bewerbung, die unverlangt eingesandt wird. Enthält eine Initiativbewerbung Angaben zu Merkmalen, die nach § 1 AGG geschützt sind (Alter, Konfession, Familienstand usw.), indiziert dies keine Benachteiligung, wenn der Arbeitgeber den Bewerber nicht einstellt.

Anders zu beurteilen ist dies allerdings, wenn die Ablehnung der Bewerbung mit den verbotenen Merkmalen begründet wird („leider könnten wir Sie aufgrund Ihres Alters für die offene Stelle nicht berücksichtigen“).

Kosten für das Bewerbungsgespräch

Soweit es keine Absprachen oder Kommunikation mit dem potentiellen Arbeitnehmer über die Reisekosten gibt, gilt, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, dem Bewerber alle Aufwendungen zu erstatten, die diesem im Zusammenhang mit der Vorstellung entstanden sind und die er für erforderlich halten durfte. Üblicherweise sind dies die Fahrtkosten, aber u.U. auch Kosten für Verpflegung und Übernachtung. Ob Verdienstausfall und Taxikosten zu ersetzen sind, ist hingegen strittig. Voraussetzung für diesen Anspruch ist, dass der potentielle Arbeitgeber den Bewerber zur Vorstellung aufgefordert hat oder die Vorstellung mit Wissen und Wollen des Arbeitgebers geschieht.

Soweit z.B. Start-ups als potentieller Arbeitgeber die ggf. anfallenden Vorstellungskosten nicht übernehmen möchten/können, empfiehlt sich ein ausdrücklicher Ausschluss der Übernahme der Vorstellungskosten bzw. konkret anzugeben, welche Kosten/Verkehrsmittel bis zu welcher Höhe erstattet werden.

Um die Kosten des Vorstellungsgespräch nicht übernehmen zu müssen, empfiehlt sich z.B. folgender Wortlaut:

Vielen Dank für Ihre interessante Bewerbung vom …., welche uns überzeugt hat, dass Sie als potenzieller Kandidat für unser Unternehmen in Betracht kommen… Wir bitten allerdings um Verständnis, dass wir auf Grund der Vielzahl von Bewerbungen, die Ihnen im Zusammenhang mit dem Vorstellungsgespräch entstehenden Kosten nicht übernehmen können.

Datenschutz und Bewerbungsunterlagen

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Bewerbungsunterlagen sorgfältig aufzubewahren und sie unverzüglich wieder auszuhändigen, bzw. nach angemessener Frist zu vernichten, sobald feststeht, dass ein Arbeitsvertrag nicht zustande kommt. Im Fall eines Vertragsabschlusses hat er sie zurückzugeben, soweit sie für ihn nicht mehr von wesentlicher Bedeutung sind.

Der Arbeitgeber kann die Bewerbungsunterlagen grundsätzlich nur dann aufbewahren, wenn er hieran ein berechtigtes Interesse hat. Ein solches ist noch nicht anzunehmen, wenn der Arbeitgeber die Bewerbungsunterlagen bei einer späteren Bewerbung berücksichtigen will. Eine Speicherung oder Weitergabe an Dritte ist aber mit schriftlicher Einwilligung des Bewerbers möglich.

Andererseits kann ein Interesse an der Aufbewahrung zur Entgegnung auf etwaige Diskriminierungsvorwürfe auch ohne ausdrückliche Einwilligung bestehen. Im Schrifttum wird daher zu Recht empfohlen, die Bewerbungsunterlagen noch drei Monate nach Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens und erteilter Absage aufzuheben. Der Bewerber sollte auf diese Speicherung hingewiesen werden. Würde ein abgelehnter Bewerber das Unternehmen wegen eines Verstoßes gegen das AGG verklagen, müsste es sich ja verteidigen können. Daher ist zu empfehlen auch die Ablehnungsgründe zu dokumentieren.

Über den Autor

Jan SchnedlerDieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Jan Schnedler von Grenius Rechtsanwälte in Hamburg entstanden. Er ist Spezialist für die Themen Technologietransfer, Wirtschaftsrecht, IP/Geistiges Eigentum und IT-Recht.

Quick Check – Wann muss ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden?

Ist mein Unternehmen verpflichtet einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten zu bestellen?

Es zeigt sich immer wieder in der täglichen Arbeit, dass bei Unternehmen hinsichtlich der Erforderlichkeit einer Bestellung eines Datenschutzbeauftragten erhebliche Unsicherheiten bestehen. Anhand folgender Ausführungen sollten sie selbst einschätzen können, ob sie verpflichtet sind einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.

Wann ist die Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten vorgeschrieben?

In § 4 f BDSG ist festgelegt, dass auch nicht-öffentliche Stellen (§ 2 Abs. 4 BDSG) verpflichtet sein können einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Nicht öffentliche Stellen sind:

  • juristische Personen z.B. GmbH, UG (haftungsbeschränkt) e.V., AG, Gewerkschaften, Parteien
  • Personengesellschaften z.B. GbR, oHG oder KG
  • Freiberufler z.B. Ärzte, Rechtsanwälte; inhabergeführte Einzelfirmen und nichtrechtsfähige Vereine.

Keine öffentlichen Stellen in diesem Sinne sind Filialen, Betriebe, Abteilungen oder Konzerne.

Ein Datenschutzbeauftragter ist für nicht-öffentliche Stellen in vier Fällen vorgeschrieben,

  • wenn Unternehmen personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zwecke der Übermittlung oder der anonymisierten Übermittlung erheben, verarbeiten oder nutzen und zwar unabhängig von der Anzahl der datenverarbeitenden Mitarbeiter (z.B. Auskunfteien, Adressverlage, Markt- und Meinungsforschungsinstitute), oder
  • ebenfalls unabhängig von der Anzahl der datenverarbeitenden Mitarbeiter, wenn automatisierte Datenverarbeitungen vorgenommen werden, die einer Vorabkontrolle unterliegen. Dies ist der Fall, wenn mit der Datenverarbeitung besondere Risiken für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen verbunden sind, z.B. bei Gesundheitsdaten, Gewerkschaftszugehörigkeiten, Videoüberwachung, Daten mit denen Persönlichkeitsbewertungen ermöglicht werden (z.B. in Assessment Centern), oder
  • abhängig von der Mitarbeiterzahl, wenn mindestens 20 Personen des Unternehmens mit der nicht-automatisierten Verarbeitung von personenbezogenen Daten ständig beschäftigt sind (z.B. bei Nutzung eines Karteikastens mit Kundenkontakten), oder
  • abhängig von der Mitarbeiterzahl, wenn mindestens 10 Personen ständig bei der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten mitwirken, z.B. indem computergestützte Datenbanken zum Einsatz kommen.

Unerheblich ist, ob es sich um interne (Personal-/Mitarbeiter-Daten) oder externe (Kunden, Interessenten, Geschäftspartner, Dritte) personenbezogene Daten handelt. Bezüglich der Mitarbeiteranzahl die bei der Verarbeitung personenbezogener Daten mitwirken, zählen alle im Unternehmen tätigen „Personen“, also auch freie Mitarbeiter, Leihkräfte, Teilzeitkräfte, Auszubildende, Praktikanten und Geschäftsführer.

Wie ist der Datenschutzbeauftragte zu bestellen?

Das Unternehmen muss innerhalb eines Monats nach Aufnahme der datenverarbeitenden Tätigkeit einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten schriftlich bestellen. Nach herrschender Meinung hat die für diese Aufgabe ausgewählte Person die Bestellungsurkunde mit zu unterschreiben. Der Datenschutzbeauftragte ist unmittelbar dem Inhaber, Geschäftsführer, Vorstand o.ä. unterstellt und muss die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit nachweisen. Nicht geeignet aufgrund ihrer Stellung sind

  • die Geschäftsleitung,
  • Familienangehörige des Arbeitgebers,
  • der Personalabteilungsleiter und
  • der Leiter der EDV-Abteilung.

Der Aufsichtsbehörde muss die Bestellung nicht mitgeteilt werden.

Folgen der Nichtbestellung oder Falschbestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten bei vorliegender gesetzlicher Verpflichtung

  • Bußgeld gegen Geschäftsleitung oder Unternehmen bis zu 50.000 Euro, in Einzelfällen sogar noch höher. Zunehmend wenden sich Konkurrenten, verärgerte Mitarbeiter oder Kunden an die Datenschutz-Aufsichtsbehörden.
  • u.U. keine ISO-Zertifizierungen
  • Verlust von Kunden (Der Datenschutzbeauftragte muss häufig in Verträgen benannt werden)
  • Negative Presse-Berichterstattung/Verlust von Kundenvertrauen (eher bei größeren Unternehmen)

Zu beachten ist, dass auch bei der Falschbestellung, z.B. bei der nicht rechtzeitigen oder mündlichen Bestellung, der fehlenden Zuverlässigkeit, Eignung oder Fachkunde (s.o.), ggfs. die gleichen Rechtsfolgen drohen, wie bei der Nichtbestellung.

Wenn Sie der Meinung sind einen Datenschutzbeauftragten bestellen zu müssen, finden Sie weitere Informationen in der  Broschüre des Bundesdatenschutzbeauftragten.

Über den Autor

Jan SchnedlerDieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Jan Schnedler von Grenius Rechtsanwälte in Hamburg entstanden. Er ist Spezialist für die Themen TechnologietransferWirtschaftsrechtIP/Geistiges Eigentum und IT-Recht.

Wiederkehrende Aufträge mit dem Skippr-Auftragsmodul verwalten

Wenn Sie regelmäßig die Rechnungen mit den gleichen Positionen schreiben, ist das Auftragsmodul Ihr neuer bester Freund. Mit Aufträgen und Leistungen definieren Sie Vorlagen für Rechnungen, die in bestimmten Abrechnungszyklen regelmäßig erstellt oder jeweils nach der Verrichtung bestimmter Aufgaben manuell erzeugt werden.

Einen neuen Auftrag können Sie aus der Einzelansicht eines Kunden über das Neu-Modul erstellen. Anschließend können Sie die Kopf- und Fußtexte für die aus dem Auftrag generierten Rechnungen festlegen und auswählen, ob Sie als Rechnungsadresse jeweils die Kundenadresse übernehmen oder eine andere Anschrift festlegen möchten:

Nun können Sie dem Auftrag Ihre Leistungen hinzufügen. Für Leistungen, die in festen Intervallen berechnet werden, z.B. eine monatlich Gebühr für das Hosting einer Homepage, wählen Sie einen Abrechnungszyklus. Für Leistungen, die jeweils nach einer Verrichtung ausgeführt werden, wählen Sie im Auswahlfeld des Abrechnungszyklus “je Ausführung” aus. Die Abrechnungszyklen können Sie unter dem entsprechenden Menüpunkt im Einstellungen & Vorgaben – Bereich konfigurieren. Ihr neu angelegter Mandant enthält bereits Zyklen für monatliche, vierteljährlich und jährliche Abrechnungen.

In der Einzelansicht des Auftrags sehen Sie eine Auswahl der aktiven Leistungen. Über den Filter können Sie sich auch alle Leistungen, also auch Leistungen die in der Vergangenheit endeten oder erst in der Zukunft beginnen, anzeigen lassen.

Um Leistungen, die nach Verrichtung abgerechnet werden, zu erfassen, füllen Sie am Ende Tabelle ein Leistungsdatum oder einen Leistungszeitraum sowie die Anzahl der erfassten Leistungen aus und klicken Sie den Button “Markierte Leistung(en) verrichten”.

Die verrichteten Leistungen lassen sich dann, genau wie die regelmäßigen Leistungen, aus der Einzelansicht des Auftrags für einen einzelnen Auftrag oder aus der Vorfaktura für alle Aufträge erstellen. Einmal erfasste Verrichtungen sind im System gespeichert und Sie vergessen nie wieder, Ihre erbrachten Leistungen auch abzurechnen.

Angebotsschreiben erstellen

Im Skippr erstellen Sie Angebote mit einem Formular, das dem Rechnungsformular sehr ähnlich ist. Wie auch Rechnungen werden die fertiggestellten Dokumente als pdf-Dateien ausgegeben und können gedruckt oder per E-Mail versendet werden.

Um ein neues Angebot zu erstellen, wählen Sie im Neu-Modul den entsprechenden Eintrag aus. Wenn Sie sich nicht in einer Kundenakte befinden und das Angebot somit keinem Kunden direkt zugeordnet werden kann, können Sie einen Kunden über eine Autovervollständigungssuche auswählen:

Die Adresse des Kunden wird im neuen Angebot eingetragen, kann aber wie bei Rechnungen natürlich ebenfalls in jedem einzelnen Dokument verändert werden. Im Namensfeld können Sie beispielsweise den Namen des Einkäufers ergänzen, der das Angebot erhalten soll.

Zusätzlich werden die in Ihren Einstellungen konfigurierten Kopf- und Fußtexte eingefüllt, die ebenfalls individuell angepasst werden können, zum Beispiel mit einer persönlichen Begrüßung oder einem Verweis auf ein vorausgeganges Gespräch.

Fügen Sie Ihrem Angebot die gewünschten Angebotspositionen hinzu. Im Standard werden Angebotspositionen mit Freitext verwendet, über den entsprechenden Button können Sie aber auch einen vorher in der Artikelverwaltung eingepflegten Artikel verwenden. Auch hier hilft Ihnen wieder eine Autovervollständigungssuche beim schnellen Finden.

Wenn Sie alle benötigten Daten eingetragen haben, speichern Sie das Dokument. Anschließend können Sie es Fertigstellen & Drucken, so dass Sie das pdf-Dokument für Sie erstellt und in der Kundenakte hinterlegt wird.

Ein fertiggestelltes Angebot erhält den Status “Offen”. Wird ein Angebot durch den Kunden akzeptiert oder abgelehnt, können Sie den Status entsprechend ändern. Der Status des Angebots wird außerdem automatisch auf “Akzeptiert” gesetzt, wenn Sie ein Angebot in eine Rechnung umwandeln – dabei werden alle Angebotspositionen in Rechnungspositionen kopiert, die Sie dann bei Bedarf auch noch anpassen können.

Wünscht der Kunde eine Änderung des Angebots, z.B. die Ergänzung einer weiteren Position, so können Sie in der Einzelansicht des Angebots eine Änderung starten. Das Angebot wird kopiert und erhält dann beim Druck eine neue Nummer, so dass Ihre Historie bestehen bleibt und in der Kommunikation mit dem Kunden jede Nummer eindeutig einer bestimmten Angebotsversion zugeordnet werden kann.

Zusätzlich lassen sich Angebote kopieren. Während des Kopiervorgangs können Sie für das Angebot einen anderen Kunden auswählen. Haben Sie also Herrn Müller einen besonders schönen Carport angeboten, den sein Nachbar Herr Wiefelspütz jetzt auch haben möchte, können Sie ihm mit wenigen Klicks ein Angebot über die gleichen Leistungen unterbreiten. Klingt doch gut, oder?

Rechnungen schreiben mit Skippr

Neben der bereits beschriebenen Kundenverwaltung beinhaltet das Skippr-Basismodul auch die Rechnungsstellung. Rechnungen können auf verschiedene Arten erstellt werden:

  • “Einfach so”, ohne weitere Vorgaben
  • Aus einem Angebot
  • Aus einem Lieferschein
  • Aus einer wiederkehrenden Leistung aus einem Auftrag

In einem frischen Skippr-Mandanten stehen die benötigten Konfigurationsoptionen immer schon standardmäßig zur Verfügung, so dass man direkt loslegen kann und die Konfiguration nach und nach an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

Anfänglich werden Rechnungen mit Einheiten und Leistungsarten verwendet. Diese lassen sich in den Einstellungen verwalten und erweitern. Wenn Sie Einheiten oder Leistungsarten nicht verwenden möchten, können Sie diese in den Einstellungen deaktivieren.

An der selben Stelle können Sie auch festlegen, ob Sie pro Rechnung nur ein Lieferdatum verwenden möchten und nicht, wie es im Standard der Fall ist, einen Leistungszeitraum pro Rechnungsposition.

Leistungsarten werden in Skippr verwendet, um die Zuordnung von Mehrwertsteuersätzen und Buchhaltungskonten zu Rechnungspositionen zu vereinfachen und Auswertungen über die Art der generierten Umsätze zu erhalten. Jeder Leistungsart wird ein Fibu-Konto zugeordnet und am Fibu-Konto hängt die Information, welcher Steuersatz zu verwenden ist.

In der Rechnung muss dann nur noch die Leistungsart ausgewählt werden (z.B. “Lebensmittel” mit 7% Umsatzsteuer oder “Programmierung” mit 19% Umsatzsteuer), die Verknüpfungen im Hintergrund sorgen dann dafür, dass in der Rechnung die richtigen Mehrwertsteuersätze verwendet werden und beim Export für die Finanzbuchhaltung alles richtig zugeordnet ist. Merke: Man muss kein Steuerberater sein, um mit Skippr Rechnungen schreiben zu können.

Im Fuß der Rechnung können Sie eine Zahlungsbedingung auswählen, bei der Erstellung einer Rechnung wird immer die Standard-Zahlungsbedingung des betroffenen Kunden vorausgewählt. Natürlich lassen sich auch die Zahlungsbedingungen in den Einstellungen verwalten, mit Skonto und variablen Texten.

Kundenverwaltung mit Skippr

Im Skippr dreht sich seit je her alles um die Kunden. Alle Dokumente wie Angebote, Rechnungen oder Lieferscheine werden jeweils einem Kunden zugeordnet und sind damit in seiner Kundenakte verfügbar.

Wir unterscheiden Kunden erstmal ganz grundsätzlich danach, ob sie bereits eine Kundennummer haben oder nicht. Kunden ohne Kundennummer sind sinnvoll, wenn es sich zum Beispiel um einen Interessenten handelt, der ein Angebot angefordert hat. Erst ab dem Zeitpunkt, an dem die erste Rechnung erstellt wird, muss auch eine Kundennummer vergeben werden und der Status des Kunden verändert werden. So hat man für die Buchhaltung gleich eine fangfrische Debitorennummer zur Hand.

Um die Kunden in verschiedene Kategorien einteilen zu können, gibt es im Skippr zwei grundlegende Möglichkeiten. Zu den Zuständen mit Nummer / ohne Nummer lassen sich jeweils beliebige Kundenstatus anlegen. Dies ist eine eher klassische Variante der Kundenaufteilung, die es bereits seit den ersten Skippr-Tagen in 2007 gibt.

Seit sich “dieses Internet” mehr und mehr durchsetzt, sind Tags ein beliebtes Mittel, Dinge zu kategorisieren. Da es kein besonders doofes Konzept ist, gibt es Tagging auch für die Kunden im Skippr, so dass man sich seine Kunden in beliebigen Dimensionen mit beliebigen Attributen kennzeichnen kann.

In der Kundenliste lassen sich die Kunden zusätzlich noch nach dem Anfangsbuchstaben des Kurznamen filtern, man hat also ausreichend Möglichkeiten, seine Kunden zu unterteilen und wiederzufinden. Und zusätzlich gibt es ja noch das Suchfeld…

Neben der Überschrift, die angibt welcher Kundenstatus mit dem Filter rechts oben ausgewählt wurde (im Beispiel wurde die Auswahl nicht über den Status eingeschränkt) , gibt es einen Link für den CSV-Export, so dass man seine Kundenliste schnell in Excel übernehmen kann, um zum Beispiel einen Serienbrief zu erstellen.

In der Einzelansicht eines Kunden gibt es zuerst eine Kunden-spezifische Übersicht:

Auf einen Blick sieht man dort die zu erledigenden Aufgaben, eine Liste offener Posten und unbeantworteter Angebote sowie eine graphische Übersicht der Umsätze des Kunden (die letzten beiden Listen wurden in unserem Screenshot herausgeschnitten).

Die wichtigen Kundendaten werden in der rechten Spalte angezeigt, so dass man zum Beispiel die Kontaktdaten direkt sehen kann. Eine übersichtliche Übersicht also…

Aus der Kundenakte hat man jeweils direkt Zugriff auf die dem Kunden angehängten Datensätze. Je nach den gebuchten Skippr-Modulen passt sich das im oberen Bild zu sehende Untermenü an. Hinter dem Personen-Tab findet man eine Verwaltung für die Mitarbeiter / Kontakte des Unternehmen.

In der Einzelansicht eines Kunden hat man die Möglichkeit, neue Dokumente und Daten zu diesem Kunden mit wenigen Klicks anzulegen. Das Dropdown für die Anlage von neuen Datensätzen, das unter dem Suchfeld zu finden ist, ändert den Kontext und der neue Datensatz wird direkt dem aktuellen Kunden zugeordnet.